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Leone Frollo
Neben George Levis, W. G. Colber, Serpieri oder Manara gehört der 1931 in Venedig geborene Italiener Leone Frollo zu den ganz Großen der erotischen Comic-Kunst!
Frollo debütierte 1948 mit dem Westerncomic "Sui Grandi Laghi", den er für eine Schülerzeitung zeichnete. Es folgten um 1953 "la strada senza fine" mit Autor Georges Bellavitis, sowie die Geschichten "Il Corriere dello Scolaro" für eine Tageszeitung. (1956 oder)1958 beendete er noch sein Architektur-Studium; entschied sich dann aber für eine künstlerische Laufbahn. In dieser Zeit entwickelte Frollo seinen ersten eigenen Zeichenstil, ließ sich mehr Zeit in der Entwicklung der Charaktere und wurde sogar mit der Storyline einiger Serien beauftragt.
Ab den 70ern, mit dem Aufkommen der erotischen Fumetti-Serien, begann Frollos "wahre Berufung". Er begann für so bekannte italienische Erotik/Horror-Comicserien wie Terror, Yra, Lucifera, Biancavene (eine humorige, erotische Märchenwelt-Serie - angelehnt an Schneewittchen), Naga, Contes Malicieux, Serie Rose, Super Diabolique und Qutre Tombe zu arbeiten.
Für die Fumetti-Serie Lucifera zeichnete Frollo zwischen 1971 und 1972 die ersten 15 Ausgaben. Biancaneve bereicherte er zwischen 1972 und 1974 mit ganzen 26 Ausgaben. Die Fumetti-Serie Naga (Shatan genannt in Frankreich) entstand 1975. Es entstanden bis 1977 24 Ausgaben. 1978/1979 begann er die Arbeiten zur Science-Fiction-Serie Fan (In Frankreich Phann genannt). Die "Vampirella-Variation", genannt Yra zeichnete Frollo zwischen 1980 und 1981; mit 12 Ausgaben.
Wer als Fan mehr über den Künstler Frollo erfahren will, dem sei der Band The Art of Leone Frollo fest ans Herz gedrückt. Darin erfährt man in italienisch, französisch und englisch Sprache alles über seine Werke, Arbeiten und Serien aus mehr als einem halben Jahrhundert Schaffenskraft. So unter anderem auch eindrucksvolle Auszüge seiner anmutig schönen "Kreationen": der durchtriebenen Gräfin Naga, der Dämonin Lucifera, der Vampirin Yra, sowie der verspielten Biancavene.
Kein Zweiter kann so zart und erotisch mit dem Bleistift umgehen wie Frollo. Auch wird man keine Computer-Colorierung in seinen Werken finden. Frollo setzt auf traditionelle "Handwerks-Kunst".
Frollo wird dabei "selten" anstößig oder vulgär. Seine erotischen Darstellungen bleiben immer "ganz Gentlemen". Eher mal verdeckt oder kurz angedeutet, überlässt er viel der Fantasie des Lesers. Doch keine Sorge; für den "Hardcore"-Fan hat Frollo noch genug zu bieten. Gerade die späteren Arbeiten sind um einiges schamloser.
Links: - Lambiek - Biografie (in französisch)
Zensurbericht: Die deutsche Ausgabe (erste Auflage 1992) von Mona Street 2 wurde um etliche Seiten erleichtert. In der Geschichte "Die Herren der Nacht" sind insgesamt 12 (!) Seiten, meist mit leichter Bondage, entfernt worden. Auch der deutschsprachige erste Band von Mona Street ist gegenüber italienischen und französischen Ausgaben unvollständig. |
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