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W. G. Colber Den Künstler Robert Hugues (geboren am 28. September 1931 in Nizza) werden die wenigsten Comicfans kennen. Ganz anders verhält es sich mit den Arbeiten, die Hugues unter seinen Pseudonymen anfertigte: Mancini, Trebor und W. G. Colber. Klangvolle Namen im Erotik-Comic-Genre! Zusammengenommen (Colber, Mancini, Trebor) ein beachtlicher Stapel an hochfeiner Erotik der sich dem geneigten Erotik-Comic-Fan bietet. Unter dem Pseudonym W. G. Colber hat Hugues in fast allen bekannten französischen Monats-Magazinen veröffentlicht; so zum Beispiel Bédé Adult, Bede X, BD Climax, ... Nach seinem Kunst- und Architektur-Studium in Nizza arbeitete Hugues als Architekt und zeichnete Comic in seiner Freizeit. Anfang der 80er Jahre wechselte Hugues zu den erotischen Comic. Hugues Vorbild, Freund und "Mentor" war Bob Leguay (1926-1996), mit dem er auch in den 60er Jahren (1962-1965) an der Serie "Tim l´Audace" zusammenarbeitete; wobei 42 Geschichten dafür entstanden. Später zeichnete sogar Leguay erotische Comics für die Zeitschrift Bede Adult. Gefragt nach weiteren Vorbildern nennt Hugues so bekannte Namen wie Brune Hogarth (Tarzan) (1911-1996, USA) und G. Levis (Liz and Beth) (Jean Sidobre, 1924-1988, Frankreich). Hugues hätte sogar die erfolgreich laufende Serie Liz und Beth von G. Levis weiterzeichnen können. Doch leider wurde nichts aus diesem Projekt. Unter dem Pseudonym W. G. Colber zeichnet Hugues in einem realistischen und klassischen "G. Levis/Chris ähnlichen Stil". Alles ist sehr elegant und stilsicher mit Tusche, Pinsel und Feder in Szene gesetzt. In den 90er Jahren variiert Hugues den Colber-Stil und veredelt seine Comicseiten mit Grautonflächen. Die Geschichten sind meist amüsant, spannend und frivol, sowie überaus deutlich und explizit. Die Sexszenen bieten neben den üblichen, abwechslungsreichen "Stellungskriegen" auch lesbische Einlagen, sowie leichte S&M- und Bondagespiele. Nichts wirkt wirklich brutal, bizarr oder vulgär. Als Beispiel soll die bekannte Reihe Cléo dienen. In den ersten beiden Alben (bzw. im Sammelalbum von Teil 1 und 2: Cléo - Die Initiation") werden die amourösen Abenteuer von Cléo geschildert und wie sie bereits im "zarten Alter" in die sexuellen Geheimnisse eingeweiht wird. 2011 sind zwei "neue" Alben von W. G. Colber bzw. Mancini in Frankreich erschienen. Éditions ANGE verlegt erstmals den nur in Deutschland veröffentlichten Band "Cléo et Lydia", sowie eine "alte" "Nado"-Geschichte (Teil 5), die in Frankreich nie als Album verlegt wurde (aber zum Beispiel in Holland in der Sombrero Reihe #112 als "Meesteres Nada"). Die Bände werden zwar mit dem zugkräftigeren Pseudonym Mancini beworben, fallen aber bibliografisch und stilistisch eindeutig in die W.G. Colber Reihe. Links: - Eine sehr gute Bibliografie von Hugues und ein Interview (auf französisch) - inoffizielle Bibliografie von Mancini/W.G.Colber |
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