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George Levis
1924 wurde Jean Sidobre in Frankreich (Toulouse) geboren - der Comicwelt auch bekannt unter dem Pseudonym George Levis; das er speziell für die erotischen Comics wählte.
In den 50er und 60er Jahren veröffentlichte Sidobre etliches Comic-Material für "den Hausgebrauch". Es entstanden einige bekannte französische Serien wie "Steve Hollygan" (1958-60) und "Jim Dynamic" (1958-59). Zudem arbeitete Levis unter dem Pseudonym "Sainclair" für die Magazine "Ce soir", "Marius", "le Hérisson" und "Nous Deux et Eva". Zudem war er Illustrator für die französischen Ausgaben der Bücherreihe "Fünf Freunde" von Enid Blyton.
Seinen gefühlvollen Tuschestrich könnte man am ehesten mit dem von Leone Frollo vergleichen. Beide zeichneten elegante Frauen im Stil der 20/30er bzw. 50/60er Jahre, mit viel Noblesse und Grazie, sowie feinster Ausstattung der Szenarien. Levis verzichtet zudem auf eine "all zu deutliche Darstellung von Geschlechtsteilen"; wie auch sein Kollege Frollo.
Liz und Beth sind zwei bisexuelle Freundinnen, die allerhand amouröse Abenteuer in ihren Geschichten zu bestehen haben. Die Alben sind meist in erzählerische Kapitel, bestehend aus etwa 8 bis 12 Seiten, unterteilt. Gezeigt werden hetero und lesbische Spielereien, ein wenig Bondage, leichter Fetisch und S/M, Klistierspiele,... sowie leichte pädophile Träumereien.
Vielleicht mag man Levis Stil mittlerweile als etwas altmodisch bezeichnen; doch es handelt sich hier unumstößlich um Klassiker der erotischen Comickunst. Liz und Beth´s Abenteuer sind kurzweilig zu lesen, zeitlos schön und höchst erotisch.
Levis ist am 31. März 1988 viel zu früh mit 64 Jahren in Mesnil-Saint-Denis verstorben.
Der amerikanische Eros-Comic Verlag hat die Abenteuer von Liz and Beth in drei Sammelalben herausgegeben. Aber auch auf deutsch sind diverse Alben erschienen.
- Liz and Beth Vol. 1: A Good Licking,
Die Reihe wurde auf französisch in sechs Alben veröffentlicht.
"Coco" (auch Dodo genannt) spielt in der Zeit um 1944 in einem Pariser Bordell. Die junge Julie kommt frisch vom Lande und lernt recht unfreiwillig das sündige Leben in Paris kennen. Doch schnell findet sie sich in der neuen Umgebung zurecht. Die Geschichte hat neben den erotischen Themen, die ein Bordell-Schauplatz so mit sich bringt, einen Schuss Tragik und einen Spritzer wahre Liebe zu bieten; ganz wie aus einem frühen schwarzweiß Film entliehen.
"Pearls of Love" könnte direkt aus einem schnulzigen 40er Jahre Streifen entsprungen sein. Zumindest bis auf die erotischen Szenen. Der "Film/Comic", spielt im kolonialen Indien. Der Leser bekommt schöne englische Ladys und indische Haremsdamen zu sehen, einen strammen englischen Offizier sowie einen bösen Maharadscha. Sie alle verstricken sich in eine Geschichte aus Liebe, Haß, Verrat und Trauer. Die erotischen Szenen sind recht deutlich und stilvoll in Szene gesetzt und fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein.
Weitere Alben von Levis (Auswahl): - A corps perdu - Crimes et délits - Jelly Shawn Mémoires d´une entrineuse
Link: - Wikipedia Eintrag (französisch) - Lambiek Eintrag - Kurz-Biografie auf französisch |
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