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Super Taboo und Super Taboo Extreme
Richtig ist nur Folgendes, das es in der japanischen Kultur moralisch etwas anders zugeht. Dort haben kindliche und lolitahafte Models (sogenannte Idols) ihren festen Platz in Werbung und Medien. Was mit unseren westlichen Augen etwas verstörend wirkt, ist im japanischen Kulturraum durchaus zulässig. So dürfen auch Jugendliche erotische Adult-Mangas erwerben, wenngleich die japanische Zensur allzu deutliche "Einsichten" verwehrt. Einige Zensurschritte sind zudem ein Überbleibsel der amerikanischen Besatzung und eigentlich im modernen Japan nicht mehr zeitgemäß. So darf zum Beispiel keine Schambehaarungen gezeigt werden. Was wiederrum dazu führt, das die gezeichneten Frauen ohne diese Behaarung extrem jung herüberkommen. Desweiteren wird vieles in Japan gerne verniedlicht, was dazu führt, das die Figuren oft kindlich und mit großen Augen gezeichnet werden. Doch diese Elemente, wie Figur, Größe, Kleidung, Augen, Haarfarbe oder Frisur erfüllen eine charakterbestimmende Aussage. Doch zurück zu "Super Taboo"! Erzählt werden die erotischen Abenteuer der Sakagami-Familie, bestehend aus der Mutter Misako, der "kleinen 18-jährigen" Schwester Eri und dem heißblütigen Sohn Yuu. Dieser hat eigentlich nur ein Problem. Wenn er zwischen Vernunft und Instinkt entscheiden muss, siegt oft sein Trieb und Yuu verwandelt sich in ein kleines "Sexmonster". Hübsch dabei: diese kleinen Konflikte zwischen Vernunft und Instinkt werden von Ogami zeichnerisch ohne Worte (= ohne Sprechblasen) umgesetzt (siehe Bilder unten).
Ogamis Zeichenstil ist unverwechselbar und ohne viele Details einfach gehalten. Seine Geschichten um die Sexszenen herum, sind auf das Wesentliche reduziert und beinhalten oft nur eine kurze Ausgangssituation; wie zum Beispiel: Mutter Misako wird von Sohn Yuu beim ornanieren erwischt.
Gezeigt werden in der Nachfolgeserie "SuperTaboo extreme" weitere erotische Fantasien zwischen Bruder und Schwester. Doch der Bruder hat sich inzwischen in einen asiatischen Transsexuellen ("She-Boy") mit weiblichem Äußeren und männlichen "Attributen" verwandelt.
Trotz der schwierigen Gradwanderung auf dem "Pfad der Sex-Tabus" gelingt es Orgami, seine Geschichten locker und leicht zu erzählen, aber durchaus auch Konflikte und Spannungen aufzuzeigen, die daraus entstehen können.
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