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Paco Diaz

Francisco Díaz Luque wurde am 12. November 1967 in Puerto de Pollensa auf den Balearen geboren. Waren es zu Anfang vor allem Superheldencomics die den jungen Diaz in Kontakt mit dem Medium Comic brachte, fielen ihm später auch Magazine wie Trinca, das SF-Magazin 1984 oder Comix International in die Hände.

Als junger Mann zog er nach Barcelona um dort Kunst zu studieren, beendete jedoch das Studium nicht und folgte dem Angebot von Josep Toutain in seinem Verlag Toutain Editor bei Tótem el Comix (1992) mitzuarbeiten.
Später ging Diaz nach Mallorca um mit Xavier Marturet für Marvel UK zu arbeiten.

Man versuchte dabei unter anderem eine neue Superhelden Gruppe Europe Force zu etablieren. Nach einigen Zusagen, wurde das Projekt jedoch sehr früh wieder eingestellt. Der Gedanke wurde später zwar von Marvel Italien wieder aufgegriffen, aber nach ein paar Heften war auch dort wieder Schluss. Für den britischen Markt zeichnete Diaz zudem für die Serie "Death Metal vs. Genetix" (1993/1994).

Diaz wechselte Ende der 1990er Jahre zum amerikanischen Verlag Acclaim Comics, wo er für die Serien "Harbinger" (1998) und "Magnus Robot Fighter" arbeitete. Doch auch diesen Arbeiten bzw. Serien war keine lange Laufzeit vergönnt.

Während Diaz auf der Suche nach neuen Projekten war und nebenbei eine kleinen Miniserie "Creatures" für Dude Comics - zusammen mit einigen Kollegen wie Xavier Marturet, Rafael López, Roger Bonet und Nacho Carmona im Studio Kokomos produzierte - entstanden auch die rund 60 Seiten der Serie Lulú Girls für das spanische Magazin Kiss Comix (in den Jahren 1998/1999). Unter dem erwähnten Studio Kokomos firmierten auch einige andere Beiträge von Xavier Marturet, Rafa López und Roger Bonet, die anschließend im spanischen Eros Comix Magazin veröffentlicht wurden.

Zwar bekam Paco Diaz über den Kontakt mit Ruben Diaz wieder Kontakt zu Marvel in den USA, doch die dort besprochenen Projekte entwickelten sich aus unterschiedlichen Gründen wieder als Flops, darunter eine kurzlebige Serie "Tekken forever" - nach dem gleichnamigen Videospiel.

Trotz seiner Skepsis zu den amerikanischen "Major League"-Verlagen wurden weiter Projekte besprochen; wie die Mitarbeit an den Serien "The Exiles" für Marvel oder "Buffy" für Dark Horses; die letztlich dann doch nie mit ihm verwirklicht wurden. Gerade auch, weil die US Verlage immer weniger Honorar pro Seite bezahlen wollten.

Die Anstellung beim spanischen Dolmen Verlag brachte ihm neue Kontakte nach Frankreich, wo er etliche Comicarbeiten und Aufträge eben dort und sogar in Holland, Dänemark, Deutschland, Italien und zuletzt den USA an Land ziehen konnte.

Trotz der erwähnten Schwierigkeiten zeichnet Diaz weiter für den amerikanischen Comicmarkt, vornehmlich für Marvel und DC.
So wirkte er unter anderem mit bei: Nightwing #120-122/132 (DC Comics, 2006/2007), Teen Titans #41 (D.C Comics, 2006), ION: Guardian of the Universe #8 (DC Comics, 2007), The Flash: The fastest man alive #10 (DC Comics, 2007), Wonder Woman #10-12 (DC Comics, 2007), X-MEN. Emperor Vulcan (5 Ausgaben Miniserie) (Marvel Comics, 2007), New Exiles #11-12 (Marvel Comics, 2008), The Flash #242 (DC Comics, 2008), X-MEN: Manifest destiny #2 (Marvel Comics, 2008), Wolverine: Manifest destiny #3-4 (Marvel Comics, 2008), Rampaging Wolverine #1 (Marvel Comics, 2008), X-MEN: Kingbreaker #3-4 (Marvel Comics, 2009), Weapon X: Files (Marvel Comics, 2009), Mighty Avengers #26 (Marvel Comics, 2009), Dark X-MEN: The beginning #2 (Marvel Comics, 2009), Dark Wolverine #80 und 88-89 (Marvel Comics, 2009/2010), Wolverine: Wendingo (Marvel Comics, 2010), Wolverine: MR. X (Marvel Comics, 2010), Frankencastle #20 (Marvel Comics, 2010) und Saud, El Leopardo (Panini, 2010),... (1)

Paco Diaz hat im Laufe seiner Karriere einen professionellen und international gefälligen Zeichenstil entwickelt. Trotzdem ist ein "typisch spanischer Touch", den die Zeichnungen bzw. Comicarbeiten - im Layout und Strichführung - ausstrahlen nicht zu übersehen.

Seine erotischen Arbeiten sind grundsätzlich in einem realistischen Stil gezeichnet. Dies gilt zumindest für die "Lara Jones"-Reihe. Bei den "Lulu Girls" entschied sich Diaz für einen etwas veränderten - mit Anleihen aus dem Semi-Funny-Bereich - Zeichenstil; sprich, die Charaktere wurden leicht karikierend überzeichnet.

In seiner erotischen Serie "Lulu Girls" für das spanische Magazin Kiss Comix arbeitete Diaz mit Autor und Kollegen Xavier Marturet zusammen. Ab der Ausgabe 73 erschienen insgesamt zehn - rein schwarz-weiße - Kurzgeschichten über die quirlige Mädchentruppe. Die Serie zeigte sich auch in den französisch- und englischsprachigen Ablegern des Mutter-Magazins.

Durch seine interne Arbeit bei Dolmen konnte Diaz in der Zeit zwischen 2001 und 2004 im hauseigenen Magazin Eros Comix seine - farbig angelegte - Serie Lara Jones lancieren, die eine erotische Parodie auf den Computerspiel-Charakter Lara Croft und den Filmhelden Indiana Jones darstellt.

Die Reihe wurde in Frankreich im Bédé Adult Magazin, sowie in Holland und Italien veröffentlicht. Im spanischen Eros Comix Magazin erschien die Serie in weit mehr als 25 Ausgaben und es entstanden sogar exklusive Geschichten, wie zum Beispiel "Lara Jones: Profundos" (#118-126) und "El pajaro gigante" (#129-130).

Bei Dolmen Editorial erschien zudem 2006 ein Sammelalbum mit der längeren Lara Jones Geschichte "Lara Jones: Amazonas". Darin verschlägt es die wohlproportionierte Archäologin nach Afrika wo sie recht schnell mit den dort ansässigen Nazi-Truppen zusammenstößt. Nachdem sie diesen entkommen kann, trifft sie auf eine Gemeinschaft von Amazonen (nicht nur Lara wundert sich darüber in Afrika auf Amazonen zu treffen). Hier stößt Lara auch auf ihren verschollen geglaubten Vater. Doch zum ausruhen bleibt nicht viel Zeit, denn die deutschen Häscher sind der kurvenreichen Forscherin schon auf den Fersen. Schließlich fahnden sie ebenfalls nach Laras Vater und dessen Geheimnis.

Erotische Veröffentlichungen (Auswahl):
Kurzgeschichten Bédé Adult (Frankreich)

- Lara Jones "L´ultime pénétration (5Seiten, Ausgabe #259)
- Lara Jones "Le Trésor d'Osiris" (7S., #262)
- Lara Jones "Le Marteau de Thor" (7S., #263)
- Lara Jones "Une journée studieuse" (7S., #264)
- Lara Jones et les Amazones (mehrere Folgen, ins. 48S. Beginn #267)
- Carnaval: Nue et inconnue (6S., #289)

Kurzgeschichten Kiss Comix (Spanien) (2):
- Lulú Girls "Toma de contacto" (#73)
- Lulú Girls "Sorbete de limón" (#74)
- Lulú Girls "Slalom Gigante" (#78)
- Lulú Girls "Resfriado a la Monthy" (#79)
- Lulú Girls "Eau de Lulu" (#80)
- Lulú Girls "Relax en New York" (#81)
- Lulú Girls "Mónica X en Beverly Hills" (#85)
- Lulú Girls "Desde Londres con amor" (#94)
- Lulú Girls "Live in Tokio" (#104)
- Lulú Girls "La fantasia de Lulu (#105)

Kurzgeschichten für Eros Comix (Spanien):
- Lara Jones (2000-2003, Dolmen)
dazu entstand ein Album: Colección Eros #02: Lara Jones #01: Amazonas (2006)

Links:
- Portrait von Diaz bei Tebeosfera
- Portrait von Diaz bei Guiadelcomic
- Marvel Database
- Eros Comix von Dolmen Editorial

Quellen:
(1) www.nutopia-agency.com
(2) KissComixListe

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