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James Lemay

ist ein kanadischer Künstler aus Québec.
Etliche Illustrationen und Kurzgeschichten von ihm erschienen Ende der 1990er Jahre im Magazin Québec Érotique, verlegt beim ortsansässigen Verlag Èditions Du Boisé. Neben den Beiträgen im Magazin wurden auch Sonderhefte veröffentlicht wie "Les p´tites vites de Brigitte".

"Mein Verleger bei Québec Érotique wollte für sein Magazin einen zugkräftigen Comic mit einer wohlproportionierten jungen Heldin. Zum Glück stand ich bereit um dieses aufregende Projekt zu übernehmen. Also erfand ich diese wunderschöne lüsterne Frau, ein wenig naiv, mit ausladenden Rundungen, gesegnet mit ein paar vollen Brüsten und einem ebenso prallen Hintern und rundete das Bild mit ein paar langen Beinen ab" (1)

Die titelgebende Heldin mit ihren tief blauen Augen lebt für den Sex, ohne Tabus und Männern wie Frauen zugeneigt. Eine exhibitionistische Abenteuerin die alle Spielarten des Eros genießt und wohl für etliche Leser/innen eine Art Wunschfantasie darstellt. Ihre Erlebnisse sind so lustvoll wie leider auch klischeehaft und inhaltlich eher flach wie ein Brett dünn.

"James Lemay is the only writer I know that doesn't get criticized for having holes in his plots." (2)

Doch sein zeichnerisches Talent vermag etliche Fans zu mobilisieren, die seine gedruckten wie digitalen Werke bewundern. Mittlerweile ist Lemay über 20 Jahre im Comicbusiness und seine digitalen Veröffentlichungen zahlreich.

Lemay ist ein Fan der alten Pulp-Hefte mit ihren Horror-, Science Fiction- und Mysterie-Geschichten; ebenso der Filmklassiker aus der selben Zeitepoche (1930-1950/1960). Nicht von ungefähr finden sich in seinen Comics Anspielungen, Zitate und Designs aus diesen antiquierten Quellen.

Die Sexszenen sind meist raumgreifend inzeniert und nehmen einen bedeutenden Teil in der gesamten Geschichte ein. Obgleich Lemay die Settings in seinen verschiedenen Kurzgeschichten variiert, werden von ihm viele Perspektiven und Bildauschnitte ähnlich aufgebaut; wie zum Beispiel bei frontalen Closeups, bei Fellatio-Szenen oder wenn Lemay seine Heldin von der Seite zeigt.

Seine digitalen Zeichnungen sind schlicht und einfach aufgebaut und werden durch ein eher zweidimensionale Coloring, das nur oberflächlich Tiefe suggeriert, qualitativ aufgefangen. Coloring, Lettering, Comic-Elemente wie Sprechblasen und Soundwörter übernimmt der Computer.

Seine Arbeiten sind unter anderem auf spacebabecentral.com (horrorbabecentral.com) zu sehen.

Die Veröffentlichungen laufen unter Seriennamen wie „Carnal Science“, „Alienrunner“, „Monster Hunter“, „Twisted Toon Tales“, „Creature Busters“, „Sideshow Nympho“, „Alien Winter“, „Spooky“,… Viele dieser Serien-Teile sind oftmals nur ein paar Seiten lang.

Ein weiterer populärer Webcomic (seit 2011) vom Lemay ist die Serie Norse: Dawn of the Shield Maiden. Neben den neueren farbigen Comicseiten gibt es auch älteres Material, das zwar schwarz-weiß, dafür aber detailreicher gestaltet wurde, wie der in den 1990er Jahren entstandene Comic Säskja - The Wolfen.

Seit 2015 versucht Lemay eine neue Heimat für seine Norse-Reihe im Internet zu plazieren, da die alte Blogger Seite aufgegeben werden musste.

Weitere Veröffentlichungen (Auswahl):
- Headlights: The Seductive Art of James Lemay Vol. 1
- Säskja - The Wolfen # 1 und 2 (Spectrum Comix)

Links:
- Seite bei Patreon
- Seite von Deviantart
- James Lemay Art

Quellen:
(1) Québec Érotique
(2) nsart.com

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