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Karate Girl von Autor und Zeichner: Motoki
Beim Sammeln und lesen erotischer Comic stolpert man zwangsläufig "über" die Comicserie Karategirl von Motoki. Seine Karategirl Produktion wurde bereits 1991/1993/1994 geschaffen und in den USA von Eros-Comix herausgegeben.
Die Veröffentlichungen schließen die Heftreihe "Karate Girl" und den Nachfolger "Tengu Wars" ein; die später gesammelt als Alben erschienen sind (Eros-Alben 7 und 30).
Auch wenn der Name oder der Titel auf einen Manga schließen lassen könnte; ist Karate Girl doch ein reines "westliches" Produkt.
Und Motoki hat es geschafft, den wohl "schmutzigsten Comix" aus Amerika zu zeichnen. Hauptheldin Yuki ist zu Anfang ein Mitglied einer Forschungsreisegruppe zu einem japanischen Schrein. Dort werden sie alle Zeugen, wie dieser Schrein von dem "Schurken" Tengu Master ausgeraubt wird. Die Gruppe wird entdeckt und von den Ninjas des Tengu Masters niedergemetzelt. Nur Yuki entkommt - mit Hilfe von Sennin; einem alten Geist und Beschützer des Schreins. Da er selbst die Räuber nicht zur Rechenschaft ziehen kann wird kurzerhand Yuki von Sennin in eine Superheldin verwandelt. Wie es sich für einen Hardcore-Comic gehört, auf die eher "ungewohnliche Weise", indem Yuki Sennin "Saft" trinkt. - Derweilen entkommt der Tengu Master und Sennin schlägt vor, das Yuki nach Amerika gehen soll, wo doch mehr Gewalt und Abenteuer warten als im friedlichen Japan.
Gesagt, getan. ... In Amerika angekommen trifft Karate Girl auf eine Menge seltsamer Helden und Schurken. So zum Beispiel auf den voyeuristischen "Peeping Tom" (eine Kopie des Marvel Schurken "Bullseye", der auch noch Banner (die menschliche Hälfte des "Hulk") heißt), oder auf die gefährliche "Tiger Lady" (die Ähnlichkeiten zu Marvels Wolverine aufweist). Es werden im Laufe der Geschichten weitere verfremdete Marvel-Charaktere genannt, die Teil von Karate Girls amourösen Abenteuern werden.
Im Grunde "befördert" Motoki (von ihm verfremdete) bekannte "Marvel"-Superhelden auf eine sehr, SEHR erwachsene Ebene. Zwar kommt es auch zu den typischen Helden-Storys, bzw. Kampfszenen; der Rest ist aber voll mit Action ganz anderer Art! Und Motoki hat einen durchaus "Marvel-ähnlichen" Zeichenstil eingesetzt, der an Detailfülle nichts zu wünschen übrig läßt.
In den Tengu Wars kommt Karate Girls Erzfeind Tengu Master wieder zurück. Zusammen mit "Lady Amerika" und "Becky" versucht Karate Girl, den Tod ihrer ehemaligen Freunde aus der Forschungsgruppe zu rächen und Tengu Masters schurkisches Treiben endlich zu beenden.
Den Abschluß bildet eine weitere lesbische Liebesgeschichte mit Karate Girl und Psychic Girl, die herausfindet, wer Karate Girl im wirklichen Leben ist (Thema Geheimidentität!). Aber Psychic Girl will Yuki damit nicht erpressen. Ganz im Gegenteil...
Motokis Sex-Satire auf die bunte Marvel-Welt ist im Großen und Ganzen sehr gelungen. Ein paar Insider-Jokes für Marvelcomic-Fans werden verschossen ohne tiefer gehend abzulenken, das das Ganze eigentlich ein Adult-Comic ist. So steht die eigentliche "Sex-Action" im Vordergrund der Handlung, die Motoki so trefflich erzählt und in Szene setzt. Wer verlangt schon epische Tiefe in einem Sexcomic? .... - und den "Gehalt" der "Hardcore"-Szenen kann man nur mit KarateGirls Worten beschreiben: "Woof!"
Eines ähnlichen Themas nimmt sich Fonteriz mit seinen XXXWoman an. Auch hier werden bevorzugt Marvelhelden "kopiert" und in schlüpfrige Abenteuer geschickt. Doch Fonteriz legt erheblich mehr Wert auf den inhaltlichen Gehalt seiner Erzählungen als Motoki das mit Karate Girl tat. |
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