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Geier

 

Arsinoë

"Nach Alraune kam Arsinoë". Diesmal hat sich Autor und Mitverleger des Verlags Schwarzen Turm "der Bestrafer" Rochus "Robi" Hahn den "Horst"-Zeichner Geier "geschnappt", um mit ihm zusammen eine ebenso erfolgreiche Erotik-Serie zu schaffen, wie mit Toni Greis und "Alraune".

"Mission accomplished". Eros Comix übernahm die Serie für den US-Markt und lief dort - wie in Deutschland - recht erfolgreich.

 

Rochus Hahn (u.a. Drehbuchautor von "das Wunder von Bern") hat mit Arsinoë wieder eine interessante und spannende Geschichte geschrieben, die derer von Alraune in nichts nachsteht. Der vielschichtige Autor mit "Wrestling-Vergangenheit" ist recht gut im Geschäft. So entwickelte er unter anderem Skripte für Dipperz, Hurengeschichten (auch bei Schwarzer Turm Verlag erschienen) und Luna (ScienceFiction-Comic von Toni Greis), sowie für das Fernsehen diverse Drehbücher; wie zum Beispiel für die SAT1-Serie "Bewegte Männer". Mehr über ihn gibt es auf Wikipedia.

 

Jürgen "Geier" Speh - Jahrgang 1965 in der Schweiz geboren, ist in der Comicszene schon länger ein vertrauter Name; angefangen durch seine frühen Arbeiten in Fanzines und Magazinen, wie zum Beispiel Menschenblut. Einem breiten Publikum wurde Speh durch die Comic-Serie Horst ein Begriff. Weitere Einzelheiten kann man hier oder auf seiner Homepage lesen.

 

Zurück zu Arsinoë:

Der "Held" Konrad ist ein erfolgloser Archäologe, der im Tal der Könige in Ägypten eine unglaubliche Entdeckung macht. Er findet magische Steintafeln von sieben verwunschenen Göttinnen. Nun bekommt sein ereignisloses Leben eine 180 Grad Wende, denn die Tontafeln transportieren ihn zu wunderschönen Frauen, die auch bereit und willig sind den schlaksigen Forscher genauer "kennenzulernen". Jede Tafel teleportiert ihn zu einer anderen Schönheit. Nach jedem Liebesabenteuer fällt er aber wieder zurück in die harte Realität. Dort warten auch schon gierige Einheimische auf ihn, die ebenfalls hinter das Geheimnis der Tafeln kommen wollen.

 

Konrad kann jedoch trotz aller Gefahren nicht aufhören die Tafeln zu erforschen und sie weiter zu benutzen. Entführen sie ihn doch in unwiderstehliche sexuelle Traumwelten - die ihn mit unter sogar in seine eigene Vergangenheit zurückversetzen.

 

Fazit: Das Team Robi und Geier ist ebenso gut wie Robi und Greis. Alles gestandene und erfahrene Leute. Geier und Greis haben vielleicht noch nicht ihren künstlerischen Höhepunkt erreicht, doch durch ihre langjährige Erfahrung im "Business" genügend Professionalität gesammelt, die letztendlich die vorliegenden "Hardcore"-Projekte so erfolgreich machten.

 

Der Zeichenstil von Speh ist sauber, professionell und ohne Makel. Die zusätzliche Computer-Kolorierung und der spätere Farbdruck waren zwar für so kleine Auflagen und Märkte teuer und aufwendig, doch definitiv ein Plus für die vorliegende Serie.

 

Einen unverwechselbaren Stil hat Jürgen Speh für "Arsinoë" nicht verwendet. Mit Absicht! Denn Speh entwickelt gerne, je nach Comic-Projekt, einen passenden, individuellen Zeichenstil.

 

"Arsinoë" lebt durch seine kurzweiligen Geschichten, den unterschiedlichen weiblichen Charakteren und der liebevollen Zeichenkunst von Speh. Auch wenn Passagen inhaltlich recht klischeehaft besetzt sind, wirkt die Arbeit nie plump oder sexistisch.

 

Letztendlich ist Arsinoë eine unterhaltsame, gekonnt professionelle Sexcomic-Fantasie mit Witz und Charme.

 

Deshalb kann man dem Schwarzen Turm Verlag nur Dank zollen für eine weitere Serie in einem doch so schwierigen Markt.

 

- Arsinoe # 1: “Hathor”
- Arsinoe # 2: “Sekhmet”
- Arsinoe # 3: “Toeris”
- Arsinoe # 4: “Bastet”
- Arsinoe # 5: “Seschat”

wird nicht fortgesetzt.
 

Laut Aussage Speh (2007) wird die Serie - jedenfalls mit ihn - nicht fortgesetzt. Speh hat - mit Recht frustriert - das Handtuch geworfen. Wenn man sich ansieht, wie illegale Scans und Downloads in Fan-Foren und auf Bezahl-Sexseiten dem Markt für gedruckte Hardcore-Alben und Hefte immer mehr das Wasser - sprich die Käufer und Leser - abgraben und der "Kampf" dagegen vorzugehen eh auf verlorenen Posten steht, kann man die Entscheidung sogar verstehen.

 

Links:

- Blog von Jürgen Speh

So fällt Konrad in die "anderen" Welten

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