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Juan Emilio

 

Juan Emilio (Lopez Gimenez) wurde 1960 in Spanien geboren. Der junge katalanische Autor und Zeichner verdiente seine ersten Sporen in Zeitschriften des spanischen Herausgebers Josep Toutain. Juan zeichnete für die Magazine Zona 84 und Creepy diverse Science-Fiction- und Horror-Kurzgeschichten. In den späten 1980er Jahren folgten humoristische Beiträge für das Monatsmagazin Makoki.

 

Das in der Comic-Szene bekannte spanische Magazin El Vibora des la Cupula-Verlags eröffnete Emilios "wahre Bestimmung". Ungemein erotische und humorvolle Geschichten zu erzählen.

Seine erste Kurzgeschichten-Serie "Viedolas" handelte von jungen Frauen aus dem täglichen Leben, die Emilio in ungewöhnliche erotische Alltagssituationen versetzte. Nach seinem Wechsel zu Kiss Comix - ebenfalls bei la Cupula - erschuf er für das Magazin seine Serienfigur Minerva.

 

Minerva ist eine lebenslustige, selbstbestimmende Frau, die ohne Kompromisse, Schranken und Tabus ihre Sexualität auslebt - und selbstbewusst für sich und Andere die erotischen Weichen stellt.
Eine Frau der Tat!

 

Optisch ist Minerva, ähnlich wie ihre Comickolleginnen "Druuna" (Serpieri), "Stella" (Foxer) oder "Janice" (v.Götha), ein einprägsames Fantasiegeschöpf. Optisch unverwechselbar mit "Betty Page"-Pagenfrisur und den "üblichen" Comic-Traumfrau-Attributen ausgestattet - vielleicht mit ein paar Pfündchen mehr als üblich - wird Minerva zum "griffig erotischen Seherlebnis". Emilio zeigt Minerva und ihre Freunde mit viel Charme und Humor in alltäglichen Situationen. Etwa, wenn die freizügige Minerva bei ihren "Auftritten" vor dem Fenster verhindert, das nebenan ein Gebäude rechtzeitig fertiggestellt werden kann. Da muss der Polier der Baustelle schon "standfeste" Argumente bei ihr liefern, die die Comictraumfrau überzeugen.

 

Einige Minerva-Kurzgeschichten sind im amerikanischen Adult-Magazin French Kiss zu bewundern; dort sogar in Farbe.

Der erste Sammelband I can see you comin! zeigt noch erhebliche handwerkliche Mängel; wobei man über Geschmack bekanntlich nicht streiten sollte. Aber im direkten Vergleich mit dem zweiten Band von Minerva ist der künstlerische Fortschritt Emilios offensichtlich.

 

Beide englischen Minerva-Sammelbände haben nur einen Nachteil. Die Alben wurden kostengünstig in schwarz-weiß gedruckt. Was äußerst schade ist, denn gerade die farbigen Versionen seiner Seiten zeigen Emilios zeichnerische Weiterentwicklung.

 

Die Kolorierung wurde mittlerweile sehr gekonnt mit dem Computer gestaltet. Manchmal vielleicht etwas "steril" wirkend, passt die "neue Farbtechnik" hervorragend zu Emilios Zeichenstil. In schwarz-weiß mit dem Prätikat "gut" und in Farbe mit der Auszeichnung "noch besser", präsentiert sich sein Stil schnörkellos, modern und unverwechselbar; sprich wiedererkennbar.

 

Französische Übersetzungen seiner Seiten sind im Magazin La Poudre aux Reves erschienen. Einen spanischen, französischen oder deutschen Sammelband mit Minerva-Geschichten gibt es leider nicht (Stand 2016).

 

Veröffentlichungen (engl. NBM Publishing/Eurotica):
- I can see you comin!
- Minerva Band 1 und 2

 

Veröffentlichungen (Kurzgeschichten) (Auswahl) (1):

- Creepy # 16, 18 (Toutain Editor)
- I.M.AJ.EN # 8, 9 (Ayuntamiento de Sevilla/"Stadtmagazin")

- El Vibora # 208, 209, 211, 212, 214, 215, 216, 219, 220, 221 (La Cupula)

- Kiss Comix # 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 83, 86, 88, 95, 101, 103, 104, 105, 120, 148, 154, 161 (La Cupula)

 

Quelle:
(1) tebeosfera.com

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