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Juan Bernardo Muñoz Serrano

wurde 1967 in Lubrin (Almeria, Spanien) geboren. Seine grafische Ausbildung erfolgte von 1988 bis 1993 an der Escola Massana, mit anschließenden Fortbildungen auf der School of Visual Arts (1995) und bei EINA in Barcelona (2008).

Sein beruflicher Werdegang startete als Junior Art-Director bei Team Gràfic (1990 bis 1993), ging weiter als Art-Director bei Agelet & Fabregat (1993 bis 1995), Art-Director bei Joaquim Trias & Associats (1998 bis 1999) und Art-Director bei Dayax (1999 bis 2000). Seit 2000 ist Muñoz als freiberuflicher Illustrator (Bernardo Muñoz Ilustración) tätig.

Die ersten Zeichnungen von Bernardo Muñoz wurden Mitte der 1990er Jahre bei Glénat im Magazin Viñetas veröffentlicht.
Erste erotische Comics erschienen Ende der 1990er Jahre im spanischen Kiss Comix Magazin (und seinen französisch- und englischsprachigen Ablegern) und in El Vibora (beide aus dem Haus La Cúpula). Italienische Übersetzungen standen im Comic-Magazin Blue.

Mit seinen von der Menge her gesehen überschaubaren Anzahl an erotischen Kurzgeschichten wird Muñoz Werk fast ein wenig unterschätzt. Doch seine Sammlung Morbo bzw. Canicules wurde nicht ohne Grund mehrmals aufgelegt und in Spanien, Frankreich und Italien veröffentlicht

1999 erschien in Frankreich bei Vents d`Quest in der Reihe Selen presente (Album #16) "Canicules". Die Kurzgeschichtensammlung veröffentlichte Glénat bereits ein Jahr zuvor in Spanien unter dem Titel "Morbo". "Canicules" enthält die Geschichten "La vecina", "Usos patéticos de una video-cámara" und die längere Geschichte "Crónicas de un pueblo".

2012 wurde der Band in Spanien bei EDT (Glénat Spanien) neu aufgelegt. Diese Neuauflage beinhaltet nun die "vollständige" Zusammenfassung sämtlicher Kurzgeschichten mit den Titeln (in Reihenfolge): "La vecina", "Una paja", "Usos patéticos de una video-cámara", "Crónicas de un pueblo", "Triángulo equilátero", "La reina del camping", "Tortilla de patatas", "De niña a mujer", "Una historia guarra" und die Sondergeschichte "Tetas"; die Muñoz zusammen mit Rubén del Rincón gestaltete.

Die Hardcover-Neuauflage glänzt nicht nur mit seinem stolzen Umfang von 128 Seiten, sondern zudem mit optischen Überarbeitungen einiger Geschichten. Hierbei ergänzte Muñoz ältere Comicseiten (die rein als Strichbilder veröffentlicht wurden) mit grauen Halbton-Schattierungen und passte sie somit an die neueren Comicseiten an. Einige dieser Anpassungen - wie zum Beispiel bei "Usos prácticos de la videocámara" - wurde bereits vor Jahren für die Veröffentlichung im Kiss Comix Magazin angefertigt.

Hernán Migoya schwärmt in seinem Vorwort der Neuauflage, das "Morbo" vielleicht der beste spanischsprachige erotische Comic der letzten zwanzig Jahre sei. Zumindest der Beste, den er (Migoya) gelesen hat.

Und in der Tat. "Morbo" beinhaltet das Beste was Muñoz in seiner Erotik-Comic-Phase erschaffen hat.
Geschichten mit glaubhaften Charakteren, die in alltäglichen, nachvollziehbaren Szenarien agieren, an den Regeln der Gesellschaft scheitern und dabei oftmals Tabugrenzen erreichen - sie in Teilen sogar überschreiten. Klischees findet man dabei nur am Rande. Muñoz nähert sich stets behutsam an so gewagte Themen wie Voyeurismus, Masturbation, Inzest, Sex unter Teenagern, Exhibitionismus oder Gewalt.

Er besitzt als Autor das Geschick explizite und delikate Szenen sehr realistisch und wirklichkeitsnah zu beschreiben, ohne dabei auf aufgesetzte Stereotypen oder wilde Effekthascherei zu setzen.

Muñoz Zeichenstil besteht aus einem - unverwechselbaren - schlichten linearen Strich, der gekonnt und präzise gesetzt wird. Seine Charaktere sind realistisch gestaltet. Optische Akzente und Bildtiefe erzielt er durch Halbton- und Schwarzflächen.

Beiträge im spanischen Kiss Comix Magazin:
"Marisol" (KC #165) (= die Geschichte: "De niña a mujer")
"Usos prácticos de la videocámara" (KC #183)
"Una historieta Guarra" (KC #215)

Veröffentlichungen Spanien (Auswahl):
- Morbo (Ediciones Glénat, 1998; Neuauflage "uncut & reloaded": Editores de Tebeos EDT, 2012)
- Un Buen Hombre (Glénat, 2009)
- Nuevas Hazañas Bélicas - Serie Azul (Mitarbeit an Band 1, 2011)
- Nuevas Hazañas Bélicas (Glénat, EDT, Sondernummer, 2012)
- La Biblia es la Hostia (2013, Dolmen) mit Diego Arjona

Links:
- offizielle Homepage
- offizieller Blog
- Facebook

Quellen:
- Vorwort Hernán Migoya, Album Morbo

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