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Ardem Alain Mounier wurde am 15 Oktober 1958 in Aubenas, Ardèche geboren. Sein Comicdebut feierte er 1977 mit "Le gardien de souveniers" für das Magazin Circus (Ausgabe Nr. 11) (Herausgeber Glénat) bzw. Circus Nr. 13 bis 19 mit der Geschichte "Le fléau d’Alzerad". Seitdem wurde eine beachtliche Anzahl an Comicseiten von ihm produziert. So arbeitete Mounier unter anderem mit Texter Roger Brunel an dessen Album-Serie "Thomas le solitaire" (1985). 1990 folgte mit Autor Frank Giroud das Album "Tango" und zusammen mit Autor Rodolphe (Rodolphe Daniel Jacquette) begann die Arbeit an der Reihe "Dock 21". 1998 entstand mit Letzterem das auch auf deutsch erschienene Album "Master" (- "das Todesspiel"). Es folgten desweiteren zwischen 2003 und 2008 Alben der Reihe "Les Abîmes du temps" 1987 erschienen erste erotische Arbeiten von Mounier. Unter dem Pseudonym Ardem entstanden etliche Alben für das Label "Confessions érotiques BD" (Media 1000/BD Adultes). Die meisten davon wurden Jahre später wiederveröffentlicht. Die erotischen Comic wurden größtenteils im Taschenbuch-Format (11 x 18 cm, 13,5 x 21,5 cm oder 16 x 21 cm) angelegt; ähnlich der Arbeiten von Bruce Morgan. So auch der Bildaufbau mit zwei bis vier Panels (Comic-Einzelbilder) pro Seite. Ardems Zeichenstil ist meist skizzenhaft mit dünnem Zeichenstift (Rotring) getuscht und mit Pinselstrichen akzentuiert. Der Strich wirkt flüchtig, erlaubt sich aber kaum Fehler in Anatomie und Perspektiven. In den Hardcore-Szenen bleibt Ardem dem Leser nichts schuldig. Nichts wird verdeckt oder verschämt ausgeblendet. Sein Stil ist durchaus variantenreich, was aber in erster Linie wohl mit den Jahren verändert wurde. Ältere Alben, wie zum Beispiel "Les Trois soeurs Darnum" sind detaillierter ausgearbeitet und lesen sich wie eine Hardcore-Comic-Version aus der (Zeichen-)Feder eines Moebius oder Manara. All die jüngeren Publikationen für Media 1000/BD Adultes bzw. die Wiederveröffentlichungen bei Edition Dynamite müssen in einem hohen Arbeitstempo entstanden sein - sind sie doch wesentlich "flüchtiger" im Zeichenstrich. Ihnen fehlt es oftmals an Details und Sorgfalt. Die nichterotischen Auftragsarbeiten erscheinen in Vergleich wesentlich detaillierter ausgearbeitet; was zu verstehen ist. Erotische Alben dienen vielen Comiczeichnern als befreiende Fingerübung, ohne Vorgaben seitens des Verlags oder eines Autoren, die im angemessenen Zeitrahmen entstehen müssen. Ardem schafft es zumindest, den "Mangel an optischen Details" durch eine interessante Geschichte auszugleichen. "Video Privees" (Justine 1: ...) hat zum Beispiel eine interessante Erzählstruktur. Der Comic ist wie eine "Reality-TV-Show" aufgebaut. Die Protagonisten werden bei ihrem Treiben vom Leser beobachtet aber gleichzeitig erklären sie dem Leser abschnittsweise ihre Aktionen und Gedanken. Zu Anfang beginnt eigentlich alles noch recht harmlos. Roger kommt eines Tages mit einer Videokamera nach Hause und überredet seine Frau mit ihm zusammen versaute Videofilme zu drehen. Wie sich dieser noch recht harmlose Wunsch weiter entwickelt, hätten wohl beide nicht für möglich gehalten. Oder steckt wo möglich ein raffinierter Plan dahinter? Das Ergebnis sind jedenfalls immer extremere Sexfantasien, die auch Rogers Bruder mit einbeziehen. Männlich dominierender Sex mit jungen Frauen stellen auch die "Grundgeschichte" der Taschenbuchalben "Chanages 1und 2", "Tournage Amateur" und "Secrets de famille". Veröffentlichungen Erotik (Auswahl): Veröffentlichungen nicht erotischer Werke (Auswahl): Dank an regdul für Bibliografie-Daten |
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