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Angelo di Marco (Arcor) Der französische "self-made" Zeichner und Künstler wurde am 10. Juli 1927 geboren und ist in seinem Heimatland vor allem durch seine Illustrationen bekannt geworden, die Angelo di Marco für eine Reihe namhafter Zeitungen und Magazine anfertigte. Die Illustrationen berichten meist von dramatischen Szenen. Verfolgte und gepeinigte Frauen, grinsend gewalttätige Männer, meist mit überzeichneten Gesichtsausdrücken wodurch die Stimmung der Bilder um ein vielfaches gesteigert wird. Oft wählte di Marco "den Augenblick VOR der Tat". Der Augenblick bevor die Waffe losgeht, der Moment bevor die Schlange die schlafende Frau beißt,... Der Betrachter wird unweigerlich in die Szene hineingezogen; verdammt dazu Zeuge und Opfer gleichermaßen zu werden. Ein Beobachter, der nur in seiner Fantasie das Geschehen zu Ende denkt. Für seine Recherchen bediente er Informationen aus Zeitungen, Kinofilmen und Polizeiberichten. In einem Fall konnte di Marco der Polizei sogar als "Phantomzeichner" behilflich sein. Eine seiner Illustrationen charakterisierte den tatsächliche Mörder so genau, das er daraufhin identifiziert werden konnte. Nun sollte man nicht annehmen di Marco hätte ein dunkles, gewalttätiges Gemüt. di Marco: "Wenn ich eine Frau zeichne, die von einem sadistischen Mörder verfolgt wird, so leide ich mit ihr". Bei aller "Leidensfähigkeit" des Künstlers, hat di Marco auch seine Grenzen. Als ihn das Magazin Heavy Metal ansprach, ob er nicht künstlerische Umsetzungen von Fotos machen könnte, auf denen Folteropfer aus China abgebildet sind, lehnte er dankend ab. Erste Comic-Erfahrungen sammelte di Marco beim belgischen Magazin Bravo! Ende der 40er Jahre. Es entstand dafür die Serie "Capitaine Ardent"; später fortgesetzt bei Le Parisien libéré. Für Le Parisien entstand zudem "Catamount". Es folgten für Télé 7 "Ivenhoe" oder "Rock l´Invincible" für L´Intrépidé (1961 bis 1962). Neben all der Dramatik und Gewalt, mitunter gewürzt mit einem Schluck sadistischen Humors und einer kräftigen Portion Sex, konnte di Marco natürlich auch anders; je nach Auftraggeber. So finden sich in seinem umfangreichen Schaffenswerk auch romantische, schnulzige Illustrationen. Angefertigt für Groschenromane, Magazine und Comicausgaben. Angelo di Marco arbeitete zwischen 1948 und 1998 unter anderem für Paris Graphic, Tele 7 jours, Paris Jour, Le Journal de Mickey, La Presse Magazine, Mode de Paris, TV Entertainment, Telerama, Star TV, Pif Gadget (ein bekanntes Comic Magazin), sowie für die Zeitungen France-Soir, Radar, Détective und France Sunday. Mittlerweile können die besten Arbeiten di Marcos in einem kleinen aber feinen Museum bewundert werden (siehe Link unten). Um 1990 entstanden unter dem Pseudonym Arcor auch erotische Alben. In diesen spiegelt sich sein eigenwilliger Zeichenstil, für den seine Illustrationen begehrt und geschätzt werden, wieder. So verräterisch, das den Lesern sehr schnell klar wurde, wer hinter dem Pseudonym Arcor stecken musste. Es entstanden die Albenreihe "Docteur Sex" und "Pot Bouille". Beide veröffentlicht in Frankreich bei Bédé Adult. Die Comicalben Pot Bouille basieren auf dem gleichnamigen Buch von Émile Zola, das dieser 1882 schrieb. Die erotischen Szenen in "Pot Bouille" sind bedingt durch die literarische Vorlage etwas spärlicher verteilt, harmonieren aber hervorragend im Einklang mit der Erzählung. Deutlich "mehr Sex" - unter anderem Bondage, Disziplinierung, S/M, mit einigen brutaleren Elementen - beinhaltet die Reihe "Docteur Sex". Der namengebende "Doktor" Kurt von Kraft erinnert dabei ein wenig an Erich von Göthas "Baron"-Charakter aus der Janice-Reihe. Der "Doktor" lebt zu Beginn des "Dreiteilers" im Exil in der Schweiz. Dort erforscht er mit einigen freiwilligen und unfreiwilligen Helfern die Höhen und Tiefen der sexuellen Lust. Nach ein paar Niederlagen verschlägt es den haarlosen Forscher nach Russland und Südamerika. In "Docteur Sex" spielt di Marco meisterlich mit seiner zeichnerischen Stärke der emotionalen Gesichtsausdrücke; die er durch seine jahrelange Praxis als Illustrator perfektionierte. Allein nur die Gesichter der Personen in der Comicgeschichte zu verfolgen, eröffnet dem Leser eindrucksvoll die emotionale Gefühlswelt der Charaktere. Arcor zeichnet Menschen, keine Sex-Klischees. Das macht seine erotische Comicarbeit so sympathisch, emotional und ehrlich. Deutsche Ausgaben seiner Werke sind nur noch auf Tauschbörsen o.ä. zu bekommen. Erotische Veröffentlichungen: Links: |
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